Wurzelortung
Die Wurzelsondierung ermöglicht einen gezielten Einblick in den unterirdischen Bereich eines Baumes. Mit schonenden Verfahren lokalisieren wir tragende und versorgende Wurzeln, ohne sie unnötig zu beschädigen. Diese Erkenntnisse sind besonders wichtig bei Leitungsbau, Fundamentarbeiten oder Geländeveränderungen und helfen, Bauabläufe baumverträglich anzupassen.


Der größte Teil des Baumes liegt im Boden – und genau dort entstehen bei Bauarbeiten die meisten Schäden. Mit moderner Bodenradartechnik (Georadar) können wir den Wurzelraum sichtbar machen, ohne in den Boden einzugreifen. So lassen sich wichtige Entscheidungen treffen, bevor überhaupt gegraben wird.
Bei der Radaruntersuchung wird die Fläche systematisch mit einem Sensor abgefahren. Die ausgesendeten elektromagnetischen Impulse werden von Wurzeln unterschiedlich reflektiert als vom umgebenden Boden. Aus diesen Messdaten entsteht ein räumliches Bild der Wurzelverteilung: Lage, Tiefe und Stärke größerer Wurzeln können zerstörungsfrei erfasst werden.
Das Verfahren eignet sich besonders in sensiblen Bereichen – etwa bei befestigten Flächen, geplanten Leitungsgräben, Fundamenten oder im Vorfeld von Bauanträgen. Häufig können Trassenführungen, Baugruben oder Gründungen bereits in der Planung angepasst werden, wodurch aufwendige Schutzmaßnahmen oder spätere Schäden vermieden werden.
Die Radarmessung liefert damit eine belastbare Entscheidungsgrundlage für Planer, Behörden und Bauausführung. Wo erforderlich, kombinieren wir die Ergebnisse gezielt mit punktuellen Freilegungen zur Absicherung der Befunde.
Unser Ziel: maximale Planungssicherheit bei minimalem Eingriff in den Wurzelraum – präventiv statt reaktiv.

